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DAS MISCHEN VON FARBEN

Egal, ob Sie lieber malen, drucken oder färben, man steht immer vor dier Frage:

Soll man sich für viel Geld von den großen Farbenherstellern locken lassen (die zugegebener Maßen sehr schöne Farbskalen anbieten?

Oder soll man mit viel Know How aus wenigen Farben für wenig Geld eigene, individuelle und unverwechselbare Skalen herstellen? Wir gehören zu dieser Gruppe, wie auch die Künstlerinnen Leslie Morgan, Claudia Helmer, Claire Benn und Birgit Naß, bei denen wir das Mischen gelernt haben.

Man kann aus dem Handgelenk mischen, aber damit das auch funktioniert, ist es besser, eine Zeitlang systematisch zu mischen. Damit bekommt man Erfahrung, wie sich die Farben verhalten. Das lässt sich mit den eigenen Lieblingsfarben machen oder aber mit einem Set, das wir für Sie zusammengestellt haben und weiter unten beschreiben.

Mischen kann man Farbtöne und Farbwerte.

Beim Mischen von Farbtönen erhält man eine Matrix, wie Sie es links sehen. Die eine Achse sehen Sie ganz links senkrecht, die andere ganz unten waagwrecht. Gefällt Ihnen eine Farbe aus dem Feld besonder, können Sie die beiden Bestandteile bestimmen, indem Sie nach links (Farbe 1) und nach unten (Farbe 2) gehen.

Mischübungen hält man am besten in einem Färbebuch fest. Darin werden Farbproben eingeklebt, Rezepte und Notizen - wodurch ein wertvolles Nachschlagewerk entsteht.

Der Farbkreis

Über den Farbkreis kann man im Internet viel, viel lesen. Wir beschränken uns hier auf einige wichtige Punkte für die Praxis.

Es gibt 3 (ungemischte) Primärfarben: Cyan (kühles BLAU), , Magenta (kühles ROT) und Yellow (ein neutrales bis kühles GELB). Diese Farben lassen sich besonder gut untereinander mischen.

Mischt man die Primärfarben zu gleichen Teilen, spricht man von Sekundärfaben (Violett, Orange und Grün). Rechts und links neben den Sekundärfarben stehen die Tertiärfarben. Im Falle von Orange wären das Gelborange und Rotorange.

Wichtig ist noch der Begriff der Komplementärfarbe: das ist die Farbe, die im Farbkreis einer Primärfarbe gegenüber steht. Im Farbkreis oben steht zum Beispiel das Blau, gegenüber steht Orange (das zusammengesetzt ist aus dne beiden anderen Primärfarben Rot und Gelb)

Das Farbrad oben schenkt einem einen spielerischen Einstieg in dieses Thema und macht mit dem Vorgang und den Begriffen vertraut.

Die Schritte beim Mischen

Oben sehen Sie einen Farbkreis, den wir mit den DEKAPrint Eurofarben (Druckfarben) hergestellt haben.

Was beim Betrachten gleich auffällt: die Tertiärfarben unterscheiden sich bei den ausgewählten Mischungsverhältnissen nur unwesentlich von den Sekundärfarben.

Woran liegt das? Hier wurde eine der wichtigsten Regeln beim Mischen nicht beachtet:

Man beginnt immer mit der hellen Farbe und gibt die dunklere in ganz kleinen Schritten hinzu.

Was ist die "helle" Farbe?

Im obigen Fall wäre es das Gelb, sowohl um Grün zu mischen, als auch im Orange zu mischen.

Möchte man Violetttöne erreichen, ist das Rot die "hellere" Farbe: das Blau wird langsam dem Rot beigemischt, bis man den richtigen Farbton erreicht hat. Das geht in der Regel sehr schnell. Es ist erstaunlich, wie schnell aus einem Gelb ein Frühlingsgrün entsteht-

Heller machen (der Farbwert)

Wie oben schon erwähnt, kann man nicht nur Farben miteinander mischen, sondern man kann eine Farbe auch mit einem Aufheller mischen und dadurch eine Skala von Dunkeln nach Hell erreichen.

Arbeitet man mit Farbstoff, d.h. mit Farbpulver, das man zur Flüssigkeit anlöst und damit färbt, oder das man mit Verdicker andickt und damit malt und druckt, hat man nur eine Möglichkeit, einen helleren Ton zu erreichen: man gibt wasser hinzu (flüssig) oder Verdicker (angedickt). So wird die Farbe transparenter. Beim Farbstoff gibt es kein Weiß. Ein Beispiel dafür ist das Bild oben: eine Farbreihe mit Procion MX.

Anders sieht das aus bei Pigmentfarben, die aus einem Binder (Medium) bestehen und den Pigmenten (winzigen Farbplättchen). Zu den Pigmentfarben gehören z.B. alle Acrylfarben, Linoldruckfarben oder auch Ölfarben.

In der Regel gibt es bei Pigmentfarben sowohl ein Weiß als auch einen Aufheller (Medium).

Der Binder (Medium) macht die Farbe transparenter, das Weiß zaubert aus einer Farbe die zugehörige Pastellfarbe. Auch hier wieder: man beginnt mit dem Weiß und mischt in sehr kleinen Schritten die Grun- oder Mischfarbe hinzu.

Das Weiß macht aus dem ursprünglichen Farbton nicht nur eine Pastellfarbe, sondern macht sie auch deckender.

Schwarz und Dunkelbraun nicht nur zum Abdunkeln

Mit kleinsten Mengen Schwarz (kühle Farbe) und Dunkelbraun (warme Farbe) lassen sich Basisfarben und deren Mischungen abdunkeln und "brechen". Die klaren Farben bekommen dann schnell eine interessante Tiefe.

Schwarz ist zusammengesetzt aus vielen kühlen Farben und hat fast immer eine Tendenz zu Blau ("blaulastig"). Mischt man Schwarz und Gelb wie oben, wird aus dem Gelb schnell ein helles Grün. Ein Olivgrün erhält man, wenn Goldgelb mit einer winzigen Menge Schwarz gemischt wird.

Zum Üben: unser Seit mit flüssigen Acrylfarben

Die Basis-Farbtöne unterschiedlicher Farben ähneln sich stark. Um ein Gefühl für Farben und deren Mischungen zu bekommen, eignen sich flüssige Acrylfarben besonders gut.

Man kann sie fein dosieren und muss sie nicht erst anrühren. Sie sind sparsam anzuwenden, und man kann sie auf Stoff und Papier auftragen.

Wir haben uns für Deka Silk entschieden, weil sie preiswert sind und, nach Wunsch, mit einem Pipettendeckel versehen werden kann. Zu den 3 kühlen Grundfarben gesellen sich noch Schwarz und Mischweiß hinzu. Wollen Sie zunehmende Transparenz testen, bestellen Sie zusätzlich den Aufheller. Aber bei solch kleinen Farbfeldern können Sie auch tropfenweise Wasser hinzugeben.

Dem Set legen wir ein Merkblatt bei: Systematisches Mischen und Mischen aus dem Handgelenk mit Deka Silk Universalfarbe.

Färbebuch

Das systematische Üben mit Farben ist eine Freude, die man sich regelmäßig schenken kann. Sie bringt nicht nur Erkenntnis und ein Grundwissen um Farben, sondern auch Üebrraschung und Entdeckerfreude.

Sicher haben Sie auch schon erlebt, dass Sie immer wieder zu denselben Farben greifen. Beim systematischen Mischen werden Sie aber Farbtöne und Kontraste entdecken, an die Sie noch nie gedacht haben.

Damit dies und die Rezepte nicht verloren gehen, empfehlen wir ein Färbebuch anzulegen. Wir bieten Ihnen eines aus Fotokarton an, das auch bei öfterem Gebrauch schön und stabil bleibt. Farbproben, Rezepte, Informationen, Fotos usw. haben nun einen festen Platz und können wieder gefunden werden.

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