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MIT PROCION MX FÄRBEN

Basisanleitung

Für Procion MX gibt es so viele Rezepte und Vorgehensweisen, sie bieten so unglaublich viele Möglichkeiten für Färbe- und Drucktechnien, dass man entweder gleich ein Buch schreiben müsste oder aber sich auf eine Basisanoleitung beschränkt. Das letztere machen wir hier.

Wir werden in nächster Zeit noch die Basisanleitung für das Drucken mit Procion MX einstellen. Hier gibt es jetzt erst also einmal die Grundrezepte und das prinzipielle Vorgehen für das Färben.

  1. Stoffe ins Sodabad geben
  2. Farbe auftragen
  3. Stoffe über Nacht ruhen lassen
  4. Auswaschen, trocknen, bügeln

An dieser Stelle möchten wir uns bei Leslie Morgan und Claudia Helmer bedanken, bei denen wir den Umgang mit diesen fantastischen Farben gelernt haben.

WIEVIEL FARBE BRAUCHT MAN?

Möchte man eine bestinnte Menge an Stoff färben, so wiegt man diese trocken aus.

Beispiel: Angenommen ein Meter Baumwollstoff wiegt 150g.

Für eine intensive Färbung benötigt man 4% Farbe vom Trochengewicht = 6g Farbe.

Für eine mittlere Farbintensität braucht man etwa 2% vom Trockengewicht = 3g Farbpulver,

Für einen Pastellton werden 1% vom Trockengewicht des Stoffes verwendet, d.h. etwa 1,5g Farbpulver.

Wenn man dagegen Lust und Zeit hat zum Experimentieren, bevorzugen wir, mehrere Farben anzurühren und diese kreativ zu verwenden.

Um z.B. 250ml Farbflüssigkeit anzulösen, werden drei glatt gestrichene Teelöffel Farbpulver benötigt.

WIEVIEL WASSER BRAUCHT DIE REZEPTUR?

Das Anrühren des Farbpulvers wird mit warmem Wasser durchgeführt. Mit einem Teelöffel Urea löst sich das Pulver leichter auf. Die unterschiedlichen Farben unterscheiden sich darin, wie leicht sie sich lösen.

Für ein gutes Färbeergebnis muss so lange gerührt werden, bis sich alle Partikel auFgelöst haben. Manchmal verwenden wir ein feinmaschiges Sieb um zu sehen, ob sich alles gelöst hat.

Wichtig für die Intensität der Färbung ist nicht die Menge an Wasser, die zur Farbe dazu gegeben wird, sondern das Verhältnis von Farbmenge zum Stoffgewicht.

Kann der Stoff im Farbbad schwimmen )viel Wasser) und wird er regelmäßig bewegt, dann wird die Färbung gleichmäßig. Aber Procion wird ja deshalb geliebt, weil diese Farbe so schöne unregelmäßige Muster möglich macht (Wenig-Wasser-Färbungen).

FIXIERT WIRD MIT SODA

Mit SODA wird fixiert. Soda erhalten Sie ganz preiswert in jedem Drogeriemarkt in der Waschmittelabteilung.

  • Je nach Färbeprojekt kann man den Stoff mit Soda vorbehandeln (das machen wir am liebsten). Dabei bleiben Baumwolle/Leinen etwa 1/2 Stunde in der Sodalösung, feine Seiden etwa 15 Minuten.
  • Aber man kann Soda und Farbe auch mischen und so direkt anwenden. Die Mischung Soda/Farbe hält nicht lange. Nach einer Stunde mindert sich bereits die Farbkraft der Lösung.
  • Oft wird zunächst der Stoff mit Farbe behandelt und nach etwa einer Viertelstunde das aufgelöste Soda darüber gegossen und einmassiert.

Grundrezept für die Sodalösung: 3 gehäufte Esslöffel Soda werden in 1 Liter lauwarmem Wasser aufgelöst. Je nach Stoffmenge umrechnen.

FARBE AUFTRAGEN

Flüssige Farbe kann auf vielerlei Art und Weise aufgetragen werden.

  • Schwimmend in der Farblösung
  • Tauchfärbungen (unterschiedlich lange Zeiten ergeben schattierte Farbfelder von dunkel nach hell(
  • Man übergießt den Stoff nacheinander mit mehreren farben und massiert die Farbübergänge
  • Flüssige farben können mit Pinsel, Schwamm oder Schwammroller aufgetragen werden.
  • Flüssige Farbe kann gesprüht oder getropft werden.
  • Man kann den Stoff manipulieren (falten, knautschen, abbinden, abklemmen, abnähen usw.) und dann mit Farbe versehen.
  • Wenig-Wasser-Färbung: der Stoff wird in ein kleines Gefäß gepresst und mit gerade mal ausreichend Farbflüssigkeit übergossem
  • und viele Techniken mehr....

Je nachdem ob man auf nassem, feuchten oder trockenem Stoff arbeitet, unterscheiden sich die Ergebnisse deutlich!

RUHEN LASSEN

Feucht über Nacht ruhen lassen!

Viele Rezepte geben an, dass man bereits nach einer bis zwei Stunden ans Auswaschen denken kann.

In den heißen Sommermonaten kann man das schon mal probieren, vor allem, wenn man Rotschattierungen färbt.

Immer aber, wenn Blau oder Türkis eine Rolle spielt (d.h. bei allen Grün-, Blau- und Violettnuancen), sollte man auf keinen Fall tun.

Blau und Türkis brauchen deutlich länger, um auf den Stoff dauerhaft zu ziehen, im Vergleich zu Rot (geht am schnellsten) oder Gelb.

Wenn Sie Ihre Färbungen beschriften, können Sie mit einem kleinen Streifen Ihres ausgewaschenen Stoffes ein Färbetagebuch führen. So werden Sie blitzschnell mit Ihren Farben vertraut!

AUSWASCHEN, TROCKNEN, BÜGELN

Auswaschen, trocknen lassen, bügeln

Der Stoff wird zunächst gründlich kalt ausgewaschen.

Kalt ist wichtig, weil dies die Färbereaktion stoppt. Es wird so lange gespült, bis kaum noch Farbreste aus dem Stoff kommen.

Anschließend wird der Stoff heiß (Baumwolle 60°C) mit der Maschine und einem Waschmittel ohne Bleiche im Hauptwaschgang gewaschen.

Wurden mehrere Stoffstücke in unterschiedlichen Farben gefärbt oder ein einzener Stoff mit mehreren Farben, empfehlen wir zusätzlich Farbfänger aus der Drogerie in die Trommel zu geben und mitzuwaschen.

Frisch gefärbte und gewaschene Stoffe sollten nie einfach über die Leine gehängt werden: die Farbe kann noch wandern. Falls möglich, liegend trocknen lassen. Oder mit Klammern befestigen.

Und jetzt kommt die schönste Phase, meinen viele Färberinnen: Erst beim Bügeln kommen die feinen Farben und Strukturen zur Geltung! Genießen Sie das Bügeln und freuen Sie sich über die Vielfalt der Muster und Farbnuancen!